SchicksalsSchmiede
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Feudale Gesellschaft

Post has published by Zion

Auf unserem Server findet man, wie der Titel des Spiels schon vermuten lässt, eine feudale Gesellschaft vor.
Da sich diese Form von Rechten und Pflichten doch um einiges von der heutigen vor allem demokratisch geprägten Gesellschaft unterscheidet, findet man hier einen gewissen Einblick, wo man da hinein geraten ist.

Um vielerlei Umgangsformen wie Anrede oder Würdigung des Gegenübers zwischen Adel und Gemeinen zu verstehen sollte man wissen, dass sich der Adel der damaligen Zeit als von Gott berufen und in seine Position von göttlicher Hand geboren sah.
Da ein jeder, in dieser Zeiten von diversen nur durch Gott und Teufel erklärbaren Ereignissen, gottesfürchtig war, war die erhabene Position des Adels auch als solche angesehen und gar nicht bis kaum hinterfragt. Abgesehen davon ergriffen sich viele Adelige ihren Stand auch mit der Schwertspitze voraus und verteidigten ihn auch vehement wenn es sein musste mit Gewalt.

Viele Untaten die Adelige begingen, wurden nicht oder nur im aller schlimmsten Fall geahndet. Nichtsdestotrotz kam es bei zu arg geschröpften Bürgern und Bauern oft zu Aufständen wenn nicht sogar zum Krieg.

Was den Umgangston untereinander anging, war das “Ihr” und “Euch” meist nur an höher Gestellte oder unter den Adeligen die Anredeform. Manchmal wurde das Gegenüber auch geeucht, um Respekt und große Förmlichkeit zu zeigen.
Bürger (wenn nicht durch Reichtum oder Amt höher stehend), Bauern, Knechte/Mägde und Leibeigene verwendeten meistens das “Du”.
Die Form des “Sie” wurde erst Jahrhunderte später verwendet.

Viele sind der Meinung, dass Frauen in dieser Zeit nicht nur an zweiter Stelle standen sondern auch nie in irgendeiner höheren Position als der einer unscheinbaren Bürgerin zu finden waren.
Das ist so nicht richtig. So manche Frau schaffte es neben dem eigenen Haus und Hof auch noch eine Zunft, Gilde, Dorf oder gar eine ganze Stadt zu verwalten. Oder sie machte mit geerbtem oder angeheiratetem Vermögen durch den richtigen Blickwinkel im richtigen Moment den lukrativsten Handel oder Geschäft.

Nur der Aufstieg vom Bürgerlichen in den Adel war ohne Einheiraten nur schwer möglich. Aber auch für die männlichen Mitglieder des Bürgertums war es sicherlich kein Kinderspiel.

 


 

Mit dem ganzen hier will man niemand davon abhalten sich gegen einen tyrannischen Lehnsherren zu erheben, den Adel mit seinem Charakter aus irgendeinem Grund nicht anzuerkennen oder einfach einen Dummkopf, Unwissenden oder Aufmüpfigen zu spielen. Auch wird keiner wie oben beschrieben einfach niedergemetzelt.
Man sollte sich nur in so einer widerstrebenden Position darüber klar sein, dass der eigene Char in solch einer Rolle kein einfaches Leben haben wird.
Weder als Adliger noch als einfacher Bauer.
Jeder mag darstellen was er am besten und konsequentesten umsetzen kann. Solange Dickköpfig- und Uneinsichtigkeit im Kopf von eurer Figur bleibt und ihr OOC euch ganz normal unterhaltet, werden alle auf dem Server zu ihrem Spielspaß kommen.


Kurzfassung:

  • feudale Gesellschaft auf dem Server
  • Menschen waren gottesfürchtig
  • Adel von Gott legitimiert (Gottes Gnadentum) und somit kaum bis gar nicht hinterfragt
  • Anrede gegenüber Höhergestellten: “Ihr”/”Euch”
  • Anrede gegenüber Gleich-/Niederrangigen: meist “Du”, “Ihr”/”Euch” aber auch als förmliche Anrede möglich
  • “Sie” war keine übliche Anrede
  • Frauen war ein sozialer Aufstieg und das Erlangen von Macht durchaus möglich, meist jedoch durch eine Hochzeit
  • Aufstieg von Bürgertum in Adel kein Kinderspiel